Category Archives: Politics

#Sarrazin

Published / by gethash / 6 Comments on #Sarrazin

Ich breche mal wieder die eigene Grundregel nicht über Politik zu bloggen. Oft reizt es mich gerade solche Themen anzusprechen, aber da die Gefahr groß ist, falsch verstanden zu werden, lass ich es meistens. Geschrieben ist nun mal geschrieben und dass dies manchmal sehr unangenehm werden kann, verspürt im Moment Herr Sarrazin.

Ich muss vorweg sagen, dass ich mich nicht vollumfänglich informiert habe und auch nur verschiedene Infos aus Presse und Internet für mein Meinungsbild heranziehe, jedoch hat sich dieses in den letzten Tagen stark verändert. Die ersten Aussagen, die in der Presse wiedergegeben wurden, erleichterten die Einordnung in die bekannten Schubladen unseres Denkens und stempelten, zugegeben auch bei mir, Herr Sarrazin gleich ab. Ich möchte seine vielen Aussagen und Thesen nicht bewerten, da ich zuwenig darüber weiss, jedoch gewinne ich langsam den Eindruck, dass es mit Meinungsfreiheit nicht mehr soweit her ist. Natürlich gibt es Aussagen, die per Gesetz verboten sind, jedoch fällt lt. meinem Kenntnisstand keine von Herrn Sarrazin darunter.

Das ihn die Bundesbank aufgrund des Imageverlustes loshaben will, kann ich ebenfalls nachvollziehen. Berechtigt oder nicht wird jeder Arbeitgeber versuchen, Schaden fern zu halten und da gehört, aufgrund der öffentlichen Diskussion, ein Chef wie Herr Sarrazin dazu.

Was aber denkt sich die SPD, Herr Sarrazin aus der Partei zu schmeissen. Die andersartige Meinung sollte dafür als Grund nämlich nicht ausreichen und eher zu einer Diskussion führen als zum Rausschmiss. Egal wie man zu den Aussagen steht, aber solange sie nicht gesetzwidrig sind, sollten sie in einer Partei vertretbar sein. Die Medien und die binäre Entscheidungsfähigkeit führen einen immer wieder auf den falschen Pfad und wie heisst es so schön:

Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

(Voltaire, der zugegeben auch nicht unumstritten war)

#Marché

Published / by gethash / 1 Comment on #Marché

Ich sitze hier gerade am Flughafen in Hamburg. Jetzt habe ich mir von einer halben Stunde (ca. 17.45 Uhr) gedacht ich hol mir beim Marché noch einen Kaffe.

Als ich die Eule an der Kasse bezüglich Ausgabe des koffeinhaltigen Getränks angesprochen habe, bekam ich folgende Antwort:

Wir haben doch seit fast 30 Minuten geschlossen.

Sagt mal Freunde, was stimmt hier eigentlich nicht. Da will ich als Kunde zu einer üblichen Kaffeezeit (es ist ja nicht 2:30 Uhr) was zu Preisen bestellen, für die mir ein Kolumbianer ein Jahr den Kaffee ans Bett bringt (dass dies auch nicht in Ordnung ist sei noch erwähnt) und dann haben die schon zu.

Da wundert mich echt nix mehr. Wenn wir mit der Einstellung an unsere wirtschaftlichen Probleme rangehen, dann gute Nacht Bärbel!

#BP

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Ja genau, beyond petroleum, die meine ich. Tja man kann wohl sagen, dass sich das britische Unternehmen in den letzten Wochen nicht mit Ruhm sondern eher den Golf von Mexiko mit Öl bekleckert hat. Trotz alle dem empfinde ich ein wenig Mitleid mit Unternehmen. Mann bemühte sich in den letzten Wochen redlich um Schadensbegrenzug und auch der CEO wurde durch den eingesetzten Krisenmanager ersetzt. Da war ich fast froh, dass er nicht Bügermeister im Ruhrgebiet war, sonst wäre man ihn nicht so einfach losgeworden. Aber das ist ja eine andere Geschichte.

Ok, BP hat die Arschkarte gezogen, weil ihre Bohrinsel in Flammen aufgegangen ist. Auf der ganzen Welt wird Öl gefördert was das Zeug hält und wenn man sich einige Küstenorte bei Nigeria oder wie kürzlich bekannt in China anschaut, ist das Unglück im Süden Amerikas im Moment einsame Spitze auf der Liste der Negativnachrichten.

Jeder Marktbegleiter von BP hat die Zeigefinger ausgestreckt und auf die UNMÖGLICHEN Zustände hingewiesen, die da auf der Bohrinsel herrschten. In Wahrheit ist jedoch eigentlich jeder glücklich, dass im nicht eine eigene Förderanlage um die Ohren geflogen ist.

Nahezu ohnmächtig habe ich oft die Nachrichten von einem erneuten Scheitern vernommen und fühlte mich oft der Frage konfrontiert:

Haben wir das eigentlich im Griff?

Ich kann auch die Antwort präsentieren. NEIN! Wir haben immer alles nur solange im Griff, bis es uns um die Ohren fliegt. Wenn interessiert denn im Ernst wie das Öl, dass er im Ursprung zur Befüllung des eigenen Tanks braucht, gefördert wird und wo es herkommt. Welche Risiken damit verbunden sind und ob alles notwendige getan wird um solche Unglücke in Zukunft zu vermeiden.

Sitz ich im Glashaus? Ja, auf jeden Fall! Es ist mir nämlich total wurscht, wo der Sprit herkommt. Wenn der Tank leer ist fahr ich an die Tankstelle und aus die Maus. Das mag jetzt ignorant klingen, aber so sieht es doch aus. Seit Jahr(zehnt)en gibt es alternative Antriebstechnologien, Dreiliter-Autos und (mit Sicherheit am billigsten) viele Weisheiten, wie man durch schonendes Fahren, Benzin sparen kann und an der Ampel z.B. mal den Motor abstellen sollte.

Ich bezeichne mich nicht als Umweltsau und fahr auch nicht aus Spass an der Freunde mit dem Auto durch die Gegend. Trotzdem werde ich mich vermutlich auch in den nächsten Jahren mit all den Anderen in den dämlichen Morgenstau einreihen und mit vier freien Plätzen im Auto in Richtung Arbeit aufbrechen.

Laut Wiki lag der weltweite tägliche Verbrauch in 2008 bei 87 Millionen Barrel. Die Sucht nach Flexibilität und Unabhängigkeit lässt uns nahezu alle Grenzen überwinden und seit doch mal ehrlich; Wochenendfahrverbot oder Bohren in Alaska. Für was würdet ihr Euch entscheiden?

Vieles hätte im Golf von Mexiko verhindert werden können und es ist natürlich eine riesengroße Sauerei. Trotzdem schadet ein bisschen Objektivität nicht und sie lässt erkennen, dass die mangelnde Lobby anderer Fischer und Küstenbewohner entscheidender für die Berichterstattung sind, als der Grad der Verschmutzung.

#LiquiMoly

Published / by gethash / 2 Comments on #LiquiMoly

Seit ein paar Wochen läuft im Radio immer die Liqui Moly Werbung.

Darin wirbt der Schmierstoff-Hersteller aus Ulm für seine Produkte mit starkem patriotischen Einsatz. So werden Arbeitsplätze und Produktion sowie Zahlung von Steuern in Deutschland in den Vordergrund gestellt.

Es wäre doch ein spannender Ansatz bei Fernsehwerbung das Herstellerland anzugeben. Ob es dann auch das Kaufverhalten ändern würde bezweifele ich jedoch.

#Verantwortung

Published / by gethash / 4 Comments on #Verantwortung

Gerade habe ich bei Spiegel.de einen interessanten Artikel zum Thema “Outdoor-Hersteller fallen bei sozialer Verantwortung durch” gelesen. Obwohl ich nicht wirklich überrascht bin, ist es schon merkwürdig wie manche genannte Hersteller mit Ihren Zulieferern umgehen.

Die Marge durch Reduzierung der Einkaufspreise zu reduzieren ist ja betriebswirtschaftliches Alltagsgeschäft, bei einigen Firmen grenzt der entsprechenden Gewinn jedoch schon an Wucherei. Neben der Idee ein gutes Produkt zu kaufen, hofft man doch auch auf einen motivierten Mitarbeiter hinter dem Produkt der meine 500,- Jacke zu etwas Besonderem macht.

Hinzu kommt die vielerorts kritisierte Qualität der so genannten Pseudo-Outdoor-Produkte (eine Google-Suche klärt auf). Da rückt jetzt ein “Hersteller” oder Verkäufer der vermeintlich schlechteren Produkte in ein anderes Licht. Da werden die Lieferanten vielleicht auch gedrückt und unter Druck gesetzt aber diese Firmen haben dann schliesslich auch weniger davon.

#Köhler

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Der Rücktritt unseres Bundespräsidenten wurde bereits vielfach zitiert und aus meiner Sicht ist hier schon alles gesagt. Was mich jedoch schon nervt ist dieses typische Nachtreten. Er hat nie in das Amt gefunden, der falsche Mann im falschen Amt oder Fahnenflüchtiger; all das wird Herrn Köhler gerade vorgeworfen.

Zugegeben ist die Argumentation für den Abgang nicht wirklich überzeugend aber ich bin nicht der Meinung das Köhler ein schlechter Präsident war und wenn mich meine öffentliche Wahrnehmung nicht komplett betrügt, hatte ich auch bisher nicht das Gefühl, dass die Menschen das so sehen.

Genau für Die ist der Präsident, mangels politischer Macht, aber da und die hat er in den letzten Jahren nicht enttäuscht.

Zumindest nicht mich. Danke Herr Köhler.